Wer sich dieses womöglich unbestimmten, subjektiven Gefühls bislang nicht sicher war, der erhält jetzt seine Bestätigung durch eine Marktstudie*, die im Auftrag der gela-Redaktion erfolgte. Sie zeigt, dass auch die viel gerühmte
Responsible Care-Initiative der Chemischen Industrie zielsicher an der Transportrealität vorbeizugehen scheint. Der Traum von der respektvollen Kooperation des Verladers mit Logistikern oder sogar deren Integration in die
Supply Chain bleibt ganz wenigen – wahren – Partnerschaften vorbehalten. Die anderen Spediteure üben sich in Selbstmitleid, sie suchen hektisch nach der auskömmlichen Nische und hoffen, nicht zu den wirtschaftsdarwinistischen Evolutionsbremsen zu gehören, die hoffentlich bald vom Markt verschwinden. Doch Marktbereinigung funktioniert nicht nach dem Prinzip Hoffnung!
Das Klima wird nicht angenehmer, der Umgangston noch rauher werden. Logistiker, die das (finanzielle) Rückgrat dazu haben, sollten künftig zu einem "unmoralischen" Vertragsangebot einfach mal "Nein" sagen.
* siehe Seite 22 in der aktuellen Ausgabe.